Allgemeine Fragen

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  • Wie hoch sollten Ausstellungshonorare sein?

    Der bbk berlin hat als Verhandlungsgrundlage eine Honorartabelle für Ausstellungen entwickelt, die einen möglichen Honoraranspruch am Wert der von den Künstler/innen ausgestellten Werken orientiert.

    - Bei Kunstvereinen z.B., die oft nur über geringe Etats verfügen und oft sogar auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind, sollte man von den Honorarsätzen nach unten abweichen.

    - Bei privaten Ausstellern wie Firmen, Versicherungen Banken etc. kann man mehr verlangen.

    Den Link zur Honorartabelle finden Sie hier.

    Das Ausstellungshonorar wird gezahlt für die Nutzung des Ausstellungsrechts. Zeitliche oder sachliche Leistungen der Künstlerinnen und Künstler für den Aussteller (wie z.B. Transport, Hängung, Konzeption, Übernachtungskosten etc.) müssen vom Aussteller unabhängig vom Ausstellungshonorar extra honoriert werden.

    Auf ein Ausstellungshonorar kann man verzichten, wenn der Aussteller dafür im Gegenzug Kunst ankauft.

    Für Ausstellungen in kommerziellen Galerien können natürlich keine Ausstellungshonorare genommen werden.

    (Quelle: bbk, www.bbk-berlin.de, Stand 16.03.2016)

  • Was muss ich bei einer Vereinsgründung beachten?

    Bei der Gründung eines Vereins muss folgendes beachtet werden: Die Mindestanzahl an Gründungsmitgliedern beträgt 7 Personen.

    Vorerst muss eine Satzung erstellt werden, in der
    - Vereinszweck (gemäß § 21 BGB, damit die Tätigkeit, die dazu dient, das Gemeinwohl zu fördern
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    Gemeinnützigkeit
    beim Finanzamt für Körperschaften I beantragt werden kann; genaue Angaben zur Tätigkeit, die dazu dient, das Gemeinwohl zu fördern
    [Mehr: Klick auf den Begriff]
    Gemeinnützigkeit
    : AO §52, 53, 54)
    - Vereinsname
    - Vereinsorgane
    - Regelung der Mitgliederversammlungen (wann & wie)
    - Regelung der Mitgliedschaft
    - Regelung der Zusammenarbeit im Verein
    - Beurkundung von Beschlüssen
    festgelegt werden müssen.

    Anschließend muss das Gründungsprotokoll von einem Notar beglaubigt  und der Verein beim Finanzamt für Körperschaften und im Vereinsregister eingetragen werden.

    Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber "Vereine und Steuern" vom Finanzamt und auf der Website des Amtsgerichts Charlottenburg.

  • Welche Frauenkulturinitiativen gibt es in Berlin? Welche Interessenvertretungen existieren, die sich besonders für die Belange von Künstlerinnen engagieren?

    In Berlin gibt es eine große Anzahl von Vereinen, die sich der Förderung von Künstlerinnen und der Präsentation/Veröffentlichung ihrer künstlerischen Werke widmen: Die Gedok-Berlin ist die größte Künstlerinnenvereinigung Berlins. Neuaufnahmen erfolgen über ein Auswahlgremium. Weitere Informationen unter: www.gedok-berlin.de. Das Verborgene Museum ist die weltweit einzige Einrichtung, die sich um die Präsentation und wissenschaftlichen Aufarbeitung des Werks von Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts widmet. Ganzjährig finden Ausstellungen statt - zwei- bis dreimal im Jahr ist die Gedok Berlin zu Gast. Weitere Informationen unter: www.dasverborgenemuseum.de. Die Inselgalerie (Xanthippe e.V.) bietet Künstlerinnen aller Kunststile Ausstellungsmöglichkeiten. Informationen hierzu finden Sie unter: www.inselgalerie-berlin.de. Der Förderverein Europäische Frauenakademie der Künste und Wissenschaften Berlin-Brandenburg e.V. fördert und präsentiert das künstlerische Schaffen von europäischen Künstlerinnen. Alle Informationen sind zu finden unter: www.efak.org. Der Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V. ist der älteste heute noch existierende Zusammenschluss bildender Künstlerinnen in Deutschland. Er vergibt den "Marianne-Werefkin-Preis" an zeitgenössische Künstlerinnen.  Das Archiv des Vereins der Berliner Künstlerinnen enthält eine weltweit einzigartige historisch ausgerichtete Materialsammlung zur Erforschung der Kunst und Kunstgeschichte von Frauen. Weitere Informationen unter: www.vdbk1867.de/archiv.html.

    Folgende Galerien stellen hauptsächlich Arbeiten von Künstlerinnen aus: die Inselgalerie (www.inselgalerie-berlin.de), Das Verborgene Museum (www.dasverborgenemuseum.de) sowie die Galerie futura berlin (www.alpha-nova-kulturwerkstatt.de)

    Für Künstlerinnen gibt es zudem ein Professionalisierungsprogramm namens "Goldrausch Künstlerinnenprojekt art IT", in dessen Rahmen berufsspezifische Kenntnisse vermittelt werden. Ausführliche Informationen zu diesem Projekt sind zu finden unter: www.goldrausch-kuenstlerinnen.de. Das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre zielt ab auf die Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen in Berlin. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter: www.berlin.de/sen/frauen/arbeit/wissenschaft-und-forschung/berliner-programm. Die Universität der Künste betreibt ein Mentoring-Programm für Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen der Sparten Bildende Kunst, Musik, Gestaltung und Darstellende Kunst. Alle Informationen zum Programm und dessen Auswahlverfahren finden sich unter: www.mentoring.udk-berlin.de.

    Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird der Gabriele Münter Preis, ein renommierter Kunstpreis für Künstlerinnen ab 40 Jahren, ausgelobt. Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter: www.bmfsfj.de. Die Akademie der Künste verleiht den mit 25.000 Euro dotierten Joana-Maria- Gorvin-Preis. Informationen dazu unter: www.adk.de. Der Verein der Berliner Künstlerinnen verleiht in unregelmäßigen Abständen den Marianne-Werefkin-Preis, Informationen unter: www.vdbk1867.de/marianne-werefkin-preis.html.

  • Wie detailliert muss der Finanzierungsplan für einen Projektantrag sein?

    Die Anforderungen an den Finanzplan sind in den einzelnen Bereichen unterschiedlich. Bitte unter der jeweiligen Sparte im Bereich Programme nachschauen. Viele Stiftungen haben ein eigenes Formular für den Darstellung der Projektkosten
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    Finanzierungsplan
    eines Förderantrags. Allgemeine Informationen zum Finanzplan finden Sie unter Tipps und Tricks auf unserer Seite.

    (Quelle: Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten, Stand: 16.03.2016)

  • Ich bin ein/e ausländische/r Künstler/in und möchte gern nach Berlin kommen. Gibt es Aufenthaltsstipendien für Berlin?

    Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) lädt regelmäßig ausländische Künstlerinnen und Künstler aus den verschiedenen Sparten nach Berlin ein (Berliner Künstlerprogramm). Ziel ist es, durch den längeren Aufenthalt (ein Jahr) und die aktive Mitwirkung wesentlicher ausländischer Künstler die Berliner Szene zu beleben, den Kulturaustausch zu ermöglichen und künstlerische Maßstäbe zu hinterfragen. Der DAAD kooperiert mit dem "Internationalen Parlament der Schriftsteller" in Straßburg und organisiert im Rahmen des "Netzwerkes der Städte" den Aufenthalt von Autorinnen und Autoren, die in ihrer Heimat politisch verfolgt werden. Nähere Informationen unter: www.daad.de/deutschland/de sowie unter: www.berliner-kuenstlerprogramm.de/de/index_de.php.

  • Was unterscheidet ein Stipendium von einer Projektförderung?

    Ein Stipendium ist im Gegensatz zu einer Zuwendungen zur Deckung von Ausgaben des Zuwendungsempfängers für einzelne Vorhaben, die fachlich, inhaltlich und finanziell abgrenzbar sind.
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    Projektförderung
    eine personengebundene Förderung. Außerdem sind die Anforderungen bei der Abrechnung unterschiedlich, in den meisten Fällen müssen Stipendien nicht abgerechnet werden. Nähere Hinweise zu den Stipendien des Landes Berlin finden Sie unter: www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/foerderprogramme.

  • Wie finde ich Mitarbeiter für mein Projekt?

    Es gibt, wenn man in seinem Kollegenkreis nicht fündig geworden ist, verschiedene Internetseiten wie kulturmanagement.net, theaterjobs.de oder creative-city-berlin.de. Diese bieten eine gute Möglichkeit, die passenden Personen für sein Projekt zu finden. Auch die Internetseiten von Berufsverbänden haben oft Links zu entsprechenden Seiten oder bieten selbst eine Art Stellenbörse an.

  • Worauf muss ich generell bei Abrechnungen von Projekten achten?

    Die Abrechnung von Projekten ist meist ein unerfreuliches Geschäft. Um den Aufwand so gering wie möglich zu halten, ist eine disziplinierte Vorarbeit zu leisten.

    Nach dem Erhalt des Bewilligungsbescheides sollten alle Formulare zur Abrechnung gründlich durchgelesen werden, um sich die spezifischen Eigenheiten des Geldgebers vor Projektdurchführung klar zu machen und die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen, Fragen zu klären etc.

    Dazu gehört das korrekte Aufsetzen der Honorarverträge, ggf. des Gesellschaft nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch
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    GbR
    -Vertrages oder anderweitiger Kooperationsvereinbarungen, das genaue Controlling der Ausgaben, das akribische Sammeln der Belege getätigter Ausgaben, ein guter Kontakt zu den Geldgebern, um eventuelle Budgetverschiebungen abzustimmen (häufig sind 20% Veränderung erlaubt, nach Absprache ggf. auch mehr, wenn dafür ein guter Grund vorliegt), das Überwachen des Logoabdruckes von Geldgebern und Sponsoren auf Printerzeugnissen und auf Internetseiten.

    Die Abrechnung ist meist mit Belegen und einem aktualisierten Finanzplan, einem Beschreibt den Verlauf und den Erfolg eines Projekts
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    Sachbericht
    , sowie Beispielen der Printerzeugnisse (Flyer, Plakate, Programmhefte etc.) und ggf. Presseberichten abzugeben, die gut sortiert und übersichtlich zu gestalten sind.

  • Wie schreibe ich einen Antrag?

    In einem Antrag müssen alle relevanten Fakten Ihres Projektes in einer ansprechenden Reihenfolge präsentiert werden.

    Grundsätzliche Fragen, die sich hierfür stellen sollten, sind:

    - Was ist der Inhalt des Projekts: Was? (Inhalte); Wie? (Methoden); Warum? (Ziele)
    - Wer ist in welcher Funktion an dem Projekt beteiligt?
    - Wo soll das Projekt stattfinden?
    - Was kostet das Projekt (Personal, Sachkosten, etc.)
    - Wann findet das Projekt statt?

    Ausführliche Informationen zur Antragstellung finden Sie unter Tipps und Tricks.

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