Crowdfunding

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  • Was passiert mit dem Geld, wenn ein Crowdfunding-Ziel nicht erreicht wird?

    Auf den allermeisten Plattformen wird das Geld einfach wieder an die Unterstützer zurückgebucht, wenn das Projekt sein Fundingziel nicht erreicht. Über den Vorgang und die Unterschiede der Rückbuchung sollte man sich immer auf den jeweiligen Plattformen informieren. Ab und an müssen auch bestimmte Fristen eingehalten werden, in denen eine Rückbuchung problemlos möglich ist. Ob und inwiefern Zinsen ausgezahlt werden und/oder Rückbuchungsgebühren anfallen, wird von jeder Plattform unterschiedlich gehandhabt.

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

  • Für welche Projekte eignet sich Crowdinvesting und welche Modelle gibt es?

    Die meisten Crowdinvesting-Projekte sind während des Crowdinvestings nicht älter als zwei Jahre. Vor allem für Startups und junge Unternehmen ist das Crowdinvesting eine interessante Finanzierungsform, um das Produkt oder Marktmodel einmal zu testen. Ist das Crowdinvsting erfolgreich und wird das Projekt von der "Crowd" angenommen, hat es im Anschluss ggf. Chancen auf dem Markt. In der Startup-Phase kann das Crowdinvesting zudem hilfreich sein, das Unternehmenskonzept auf dem Markt zu etablieren oder das Unternehmen zu stabilisieren und größere Entwicklungsschritte zu gehen.
    Folgende Fragen gilt es im Vorfeld zu klären: Was passiert nach der Crowdinvesting-Kampagne? Ist das Geschäftsmodell tragfähig und kann es sich auf dem Markt behaupten? Brauche ich erneut Kapital nach der Kampagne? Wenn ja, wie viel und wie kann die Kapitalbeschaffung aussehen?

    Vorrangig werden beim Crowdinvesting folgende Vertragsmodelle angeboten:

    Partiarisches Darlehen (mit Nachrang) mit erfolgsgekoppeltem Zins (Plattformen: Companisto, Seedmatch, Welcome Invest)

    - Genossenschaftsanteile (werden von einer Genossenschaft über eine Plattform gekauft, ist bislang nur über Startnext möglich. Hier gilt zu beachten, dass dieses Angebot von der Startnext Network GmbH erbracht wird und nicht von der Startnext gUG)

    - atypische stille Beteiligung (Plattform: Innovestment)

    - Genussrechte (Plattform: Innovestment)

    - Aktien (Plattform: Bergfürst)

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

  • Was ist Crowdinvesting?

    Das Crowdinvesting ist eine Unterform des Crowdfundings. Werden über das reward-based-Crowdfunding kreative Projekte mehrheitlich durch Kleinstbeträge von Supportern unterstützt und finanziert, handelt es sich beim Crowdinvesting um eine Investition in ein Startup oder Unternehmen. Beim Crowdinvesting werden die Supporter also zu Investoren. Das heißt: Erhält der Geldgeber beim Crowdfunding in der Regel eine Gegenleistung, z.B. eine CD oder ein Foto, wird der Investor beim Crowdinvesting an einem Startup für seine Investition durch mögliche Gewinne und Exiterlöse beteiligt.

    Der Begriff Crowdinvesting entstand 2011 als Unterbegriff für Crowdfunding-Projekte. Im englischsprachigen Raum spricht man auch von "equity based crowdfunding".

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

  • Sind die einzelnen Crowdfunding-Plattformen kostenfrei?

    Meist verlangen die Portale eine Provision, die von Plattform zu Plattform unterschiedlich ist - der prozentuale Anteil bewegt sich gegenwärtig zwischen vier und 15 Prozent der anvisierten Zielsumme. Merke: Der Betrag muss in der Regel nur dann entrichtet werden, wenn die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich ist. Meist fallen allerdings PayPal-Gebühren auf den Plattformen an (Startnext wiederum ist kostenlos – bis auf anfallende Paypalgebühren. Hier erfolgt aber im Unterstützungsprozess eine voreingestellte Spende, die vom Unterstützer jedoch abgewählt werden kann. Wird sie nicht abgewählt, werden voreingestellt zehn Prozent der Unterstützungssumme an Startnext gespendet. Auch auf Indiegogo z.B. fällt eine Gebühr von neun Prozent der anvisierten Zielsumme an, wenn der angestrebte Gesamtbetrag nicht erreicht wird. Zugleich ist es auf Indiegogo möglich, einen "flexiblen Zielbetrag" für die eigene Kampagne festzulegen; das heißt: die eingegangenen Beträge dürfen auch dann behalten werden, wenn das Funding-Ziel nicht erreicht wurde).

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

  • Was ist Crowdfunding?

    Crowdfunding ist eine alternative Finanzierungsform, über die kulturelle und kreative Projekte durch eine Vielzahl von Unterstützern (sogenannte Supporter) realisiert und finanziert werden. Crowdfunding erfolgt also ohne die klassischen Finanzierungsinstitute wie Geschäfts- und/oder Förderbanken. Die Unterstützung kann sowohl materiell als auch immateriell sein - Supporter von Crowdfunding-Projekten investieren entweder Geld oder geben Sachmittel für ein Projekt, sie erwarten dafür eine oder keine Gegenleistung. Das Crowdfunding-Projekt wird über eine entsprechende Crowdfunding-Kampagne gestartet und realisiert. Definitionen von Crowdfunding finden sich hier.

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

  • Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein Crowdfunding-Projekt?

    Eine Crowdfunding-Kampagne sollte zunächst gut überlegt sein und adäquat präsentiert werden: Mit welchem Zweck und welchem Ziel starte ich eine Kampagne? Ist es wirklich die beste Finanzierungsform? Ganz wichtig: Was möchte ich eigentlich mit meinem Projekt erreichen und wer sind meine potenziellen Unterstützer? Bei der Präsentation seiner Kampagne auf einer der Plattformen solltest man zum Beispiel immer auf aussagekräftiges Bild- und/oder Videomaterial achten.
    Die Erfolgsquote liegt momentan bei rund 50 Prozent. Die Erfolgsquote ist von Plattform zu Plattform jedoch recht unterschiedlich und eine genaue Vergleichbarkeit ist aufgrund verschiedener Ausgangsbestimmungen nur schwer möglich.

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

  • Warum ist es sinnvoll für mein Projekt, eine Crowdfunding-Plattform zu nutzen?

    Crowdfunding-Plattformen stellen zum einen eine Infrastruktur durch Zahlungssysteme und ein Community-/Unterstützer-Management bereit, zum anderen präsentieren sie über ihre Plattform das eigene Projekt. Ein wichtiger Punkt ist das Erreichen einer breiten Öffentlichkeit, deren Prüfung die Projektidee erstmals über eine Crowdfunding-Plattform standhalten muss. Die Nutzung einer Crowdfunding-Plattform lohnt vor allem dann, wenn mit einer Kampagne über den Bekanntenkreis und die essentielle Mund-zu-Mund-Propaganda hinaus ein größerer Kreis von potentiellen Supportern erreicht werden soll - das können zum Beispiel bereits aktive Community-Mitglieder der Plattformen sein. Zugleich bietet eine Plattform Beratung an und trägt mit zum Erfolg des Projektes bei: Die individuelle Beratung durch die Plattform verhindert oft erste Fehler beim Projektstart. Nicht zuletzt greift auch die Presse gerne ungewöhnliche Crowdfunding-Projekte der Plattformen als Themen auf und kann einer Crowdfunding-Kampagne zusätzlich zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

  • Welche unterschiedlichen Crowdfunding-Finanzierungsarten gibt es?

    Es gibt aktuell vier unterschiedliche Arten des Crowdfundings, die sich aus dem Crowdfunding Industry Report 2012 herauslesen lassen – hier eine Zusammenstellung, die sich aus dem Schaubild von ikosom, dem Institut für Kommunikation in sozialen Medien, ergibt:

    - Reward-based Crowdfunding for non-monetary rewards: Dabei handelt es sich um die Form des Crowdfunding, die sich als erste etabliert hat: Ein Projekt erhält Geld oder Sachmittel mit oder ohne Gegenleistung von Seiten der Supporter. Ein Beispiel: Ein Unterstützer erhält bei einem Filmprojekt eine Rolle und wird als Dankeschön im Abspann genannt ("Crowd Sponsoring", (kreative) Ideen, Mikro-Sponsoring, (ideelle) Prämien.

    - Donation-based Crowdfunding for philantropy and sponsorship: Damit sind Spendenaktionen über Plattformen wie zum Beispiel Betterplace gemeint. Es wird lediglich Geld gespendet ("Crowd Donation", Causes, Spenden, gutes Gefühl, Spendenquittung, Community-Aspekt, konkrete Projekte).

    - Equity-based Crowdfunding for financial return: Damit ist das Crowdinvesting gemeint. Investoren investieren in ein Startup oder Unternehmen und werden anteilig in Höhe ihres Fundings am Erfolg eines Unternehmens beteiligt. Dafür nehmen sie aber auch den Totalverlust des eingesetzten Kapitals in Kauf ("Crowdinvesting", Startups, Mikro-Beteiligung, Erfolgsbeteiligung).

    - Lending-based Crowdfunding for financial return: Auch hier handelt es sich um eine Form des Crowdinvestings: Der private Geldgeber verleiht sein Geld über einen Plattformbetreiber an ein Projekt. Es handelt sich also um einen Mikro-Kredit, der einem Projekt gewährt und der nach einer bestimmten Systematik mit Zinsen zurückgezahlt wird. Als Rückfluss erwartet sich der Geldgeber eine Verzinsung seines Geldbetrags innerhalb einer vorgesehenen Laufzeit ("P2P lending", Startups, Mikro-Kredite, Rückzahlung).

    Es sind auch Hybrid-Formen des Crowdfundings/-investing möglich. Weitere Infos über die verschiedenen Arten des Crowdfundings finden Sie auf www.crowdfunding-berlin.com.

    (Quelle: Website Crowdfunding Berlin, www.crowdfunding-berlin.com, Stand: 16.03.2016)

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