Sonderprogramm Konfiguration // Fonds Darstellende Künste

06.05.2019: Deadline: 3. Juni 2019


Mensch-Maschine-Hybride, Drohnen, Roboter, Avatare, 3D-Druck, Virtual oder Augmented Reality u.a. – alles Techniken oder Phänomene, die für eine Stellvertreterschaft des Menschen als kreatives, wissendes, soziales und intelligentes Wesen stehen, genauso wie das „unbelebte Objekt“ in den Erzählungen des Figurentheaters.
Neben diesen recht augenscheinlichen Verbindungen auf der Ebene von technischen Spielmaterialien bringt die Digitalisierung aber auch Veränderungen in gesellschaftlichen Strukturen und philosophischen Bezugssystemen mit sich, die gerade für das Figuren- und Objekttheater produktiv sein können und den Standort und die Rolle des Menschen in einem digitalisierten Umfeld stetig neu verhandeln. Um die große Frage, was den Menschen als Individuum oder soziales Wesen ausmacht auf der Folie der ihn umgebenden Dinge zu erforschen und zu reflektieren, ist gerade das Figuren- und Objekttheater mit seiner besonderen Spielform wie geschaffen, da dieser die Wechselbeziehung von menschlichen Akteur*innen und leblosen Objekten bereits inhärent ist.


Mit dem neu initiierten Sonderprogramm KONFIGURATION nimmt der Fonds Darstellende Künste daher gerade Vorhaben aus dem Figuren- und Objekttheater mit dem Schwerpunkt Digitalisierung in den Blick und befördert künftig Projekt- und Inszenierungsvorhaben, die auf der Ebene der Spielmaterialien digitale Technik und Dinge/Devices einbeziehen und/oder gesellschaftliche Fragen der Digitalisierung thematisieren. Neben klassischen Projekt- und Inszenierungsvorhaben ist das Sonderprogramm offen für eine ästhetische Forschung, Erweiterung der Ästhetik durch den Einsatz digitaler Technologien und Neuanschaffungen oder Updates der Kommunikation mit ästhetischen Zielsetzungen, um auch strukturelle Aspekte der künstlerischen Arbeit im Figuren- und Objekttheaterbereich digital zu befördern.

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