Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur - Internationales Austauschprogramm im Bereich „Memory work“
Im Rahmen ihrer internationalen Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen und Gewaltherrschaft schreibt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung zum 1. Januar 2017 der SED-Diktatur Mittel für ein internationales Austauschprogramm im Bereich „Memory Work“ aus.

Das Austauschprogramm dient dem Zweck, den internationalen Austausch in Fragen von Erinnerungsarbeit und Auseinandersetzung mit Gewaltherrschaft und Diktatur anzuregen, die gegenseitige Kenntnis über die jeweilige Geschichte und deren Verarbeitung zu vertiefen und so zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Debatten und deren historischer und politischer, aber auch gesellschaftlicher Hintergründe im jeweiligen Kontext beizutragen.

Im Rahmen dieses Programms erhalten Vertreter von NGOs, Gedenkprojekten und Initiativen, unabhängigen Archiven, Museen, Aufarbeitungsinstitutionen die Möglichkeit, in einem anderen Land einen Austausch bei einer entsprechenden Einrichtung, die sich thematisch mit der Aufarbeitung von Diktatur- und Gewalterfahrungen befasst, zu absolvieren. Die Dauer des Austausches beträgt in der Regel max. drei Monate.

Förderkriterien

Die Bewerbung für das Programm erfolgt:
1. Für Bewerber/-innen aus dem Ausland, die
einen Aufenthalt in Deutschland absolvieren möchten:
- über eine entsprechende Institution in der Bundesrepublik (unabhängige Archive, Gedenkstätten, Bildungsträger, Institutionen der historisch-politischen Bildungsarbeit, die sich schwerpunktmäßig mit der Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur beschäftigen), die für den/die aus dem Ausland kommenden Bewerber/-in die Bewerbung in Form eines Antrags an die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur richtet.

2.Für Bewerber/-innen aus Deutschland, die einen Aufenthalt an einer Institution (Gedenkstätte o.ä.)in einem anderen Land absolvieren möchten:
- Eine Einrichtung mit Sitz in der Bundesrepublik (z. B. unabhängige Archive, Gedenkstätten, Bildungsträger, die sich schwerpunktmäßig mit der Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur beschäftigen) stellt für den/die Bewerber/-in einen Antrag auf die Zuwendung zur Förderung eines Stipendiums für einen Aufenthalt an einer ausländischen Institution.
- Bewerber/-innen aus Deutschland, die einen Aufenthalt an einer Institution (Gedenkstätte o.ä.) in einem anderen and absolvieren möchten, können im Ausnahmefall auch als Einzelperson einen Antrag auf die Zuwendung stellen. Eine schriftliche Ausage der Institution im Ausland, dass diese Institution den Austausch betreuen wird und einen Arbeitsplatz, Betreuung und Infrastruktur zur Verfügung stellt, ist dem Antrag beizulegen.

Das Austauschprogramm ist pro Bewerber/-in mit 2.000 €/Monat sowie einer Unkostenpauschale von 300,-€/Monat für die betreuende Einrichtung für evtl. anfallende Material- und Reisekosten während des Austauschs dotiert. Es wird erwartet, dass die Bewerber/-innen die Kosten für die Anreise zum Austauschort selbst tragen.

Erwartungen an die Austauschstelle
- Einschlägige Institution bzw. Aufarbeitungseinrichtung auf dem Gebiet der Aufarbeitung von Diktatur und Gewalterfahrungen sowie Memory Work, insbesondere von kommunistischen Diktaturen
- Bereitstellung eines Arbeitsplatzes und der erforderlichen Infrastruktur
- Professionelle Betreuung
- Organisation von Vernetzung und Austausch mit anderen Einrichtungen und Personen ggf. in Form eines Austauschprogramms
- Vorlage eines Zwischen- sowie Abschlussberichts
- Sprachkompetenz zur Betreuung des Austauschs
Art der Förderung Stipendium
Antragsteller juristische Person, natürliche Person
Fördergebiete Bezirk, Deutschland, EU, Land Berlin, Welt
Fördersummen 5.000 € bis 10.000 €
Unterlagen zur Antragseinreichung Die Bewerbungen sind in schriftlicher Form und unter Benutzung unseres Antragsformulars zu richten an:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kennwort: Internationales Austauschprogramm
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Einzelsparten und Themenfelder Themenfelder
Gedenken, Wissenschaft, Politische Bildung
Link zur Internetseite des Förderprogramms
Mittelherkunft Bund
Letzte Änderung 02.05.2019
Quelle: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Angaben ohne Gewähr
Antragsfrist
31.08.2019
Kontakt
Ansprechpartner
Herr Dr. Robert Grünbaum
Tel.: 030 31 98 95-205
E-Mail: r.gruenbaum@bundesstiftung-aufarbeitung.de

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin, Deutschland

Tel.: 030 319895-0
E-Mail: buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Website: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Allgemeine FAQs zur Kulturförderung

Wie schreibe ich einen Antrag?

Was unterstützt das Programm "Kreatives Europa"?

Wie sollte ein Finanzierungsplan aussehen?

Wo finde ich Informationen zu Interessenvertretungen und Netzwerken in meiner Sparte?

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kulturförderung und Antragsstellung finden Sie in unseren FAQs.

Weitere Links

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Landesverband freie darstellende Künste Berlin - Interessensvertretung freie Darstellende Künste Berlin

Creative Europe Desk KULTUR - Kontakt­­stel­le für die Kultur­­förder­ung der EU in Deutschland

Touring Artists - Informationsportal für international mobile Künstlerinnen und Künstler

Kubinaut  – Berliner Community-Plattform für Kulturelle Bildung

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